Im Rahmen unseres Jahresmottos startet das AWO Seniorenzentrum Hardtwald eine Reihe von Veranstaltungen, die sich mit den Sinnen des Menschen beschäftigten. An dieser Stelle berichten wir von den einzelnen Veranstaltungen für unsere Bewohner, die neben ihrem unterhaltenden Charakter jeweils die Sinneswahrnehmungen Hören, Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken aktivieren sollen.
Unter dem Motto: „Zur Wies´n ist´s zu weit, also loss mer die Maß und Schmankerln zu uns kemma!“ lud das AWO Seniorenzentrum Hardtwald im Oktober seine Bewohner, Angehörige
und Freunde zum bayrischen Nachmittag ein. Im passend weiß-blau dekoriertem Ambiente trafen sich alle zu einem typisch bayrischen Nachmittagskaffee, zu dem leckere Süßspeisen wie dem selbst gemachten Apfelstrudel und frischen Germknödeln mit Vanillesauce aus der bayrischen Küche serviert wurden. „Das war lecker“, lobten die Oktober- festteilnehmer den Chefkoch Herrn Reissener und sein Team. Als Höhepunkt kam Alleinunterhalter und bekennender Oktoberfestliebhaber Roland Lutz, um mit seinem Musikprogramm allen Besuchern einzuheizen. Dies ist ihm auch sehr gut gelungen, denn es wurde viel gesungen, geschunkelt und geklatscht. Einige
Bewohner konnte nichts mehr auf ihren Stühlen halten und so legten sie eine flotte Sohle aufs Parkett.
„Ich freue mich, dass sich auch unsere altersverwirrten Bewohner von der Musik mitreißen lassen“, so der Heimleiter Markus Bär. Neben den fast täglich stattfindenden Aktivitäten wie dem Kegeln, der Gymnastik oder die Aktuelle Stunde zählt auch der bayrische Nachmittag,
wie auch diverse andere jahreszeitliche Feste, zum festen Veranstaltungsprogramm im AWO Seniorenzentrum Hardtwald. Und wenn die Bewohner mit einem Lächeln auf dem Gesicht diese Veranstaltung verlassen, so weiß man, dass dies ein voller Erfolg war.
Der September ist der Monat der Weinlese. Und pünktlich hiezu feierte das AWO Senioren - zentrum Hardtwald sein Weinfest.
Bei deftigen Speck- und Zwiebelkuchen und natürlich Wein aus unserer Region wurde fröhlich und ausgelassen gefeiert. Für musikalische Unterhaltung sorgte Herr Heyl mit seinen stimmungsvollen Weinliedern, bei denen mitgesungen und mitgeschunkelt wurde.
Es hatte sich aber auch hoher Besuch angekündigt, auf den sich alle Bewohner schon sehr freuten: die Weinkönigin Teresa I. kam mit ihrer Weinprinzessin zu Besuch und erntete viel Beifall. So berichtete sie, wie sie zu diesem Amt gekommen ist und verriet unsere Bewohnern sogar ihren Lieblingswein. Beim gemeinsamen Weinquiz konnten unsere Bewohnerinnen und Bewohner ihre Kenntnisse über das Thema Wein auf die Probe stellen.
Weinkönigin Teresa zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Wissen der Bewohner und überreichte jedem Gewinner zum Andenken ein goldenes Weinblatt.
Anschließend wurden Weinkönigin Teresa I. und ihre Prinzessin mit einem herzlichen Dankeschön und viel Applaus verabschiedet. Wir bedanken uns auch recht herzlich bei Frau Fritz, Frau Geppert, Frau Emmerichs, und Herrn Heyl, mit deren Unterstützung dieser Nachmittag ein voller Erfolg wurde.
Aber wie das bei Festen nun einmal so ist: wenn es am Schönsten ist, muss man aufhören. Und so ging auch dieser Nachmittag einmal zu Ende.
Am 02.September präsentierte die Firma „Mode-Bequem“ im Rahmen einer kleinen Modenschau
ihre neuste Herbst- und Winterkollektion. Bei Kaffee und Kuchen berichtetet Frau Renate Hildebrandt, welche Farben und Schnitte im kommenden Herbst und Winter getragen werden. Dabei gab es viel zu staunen, denn adrett frisierte Models aus unserem Haus zeigten, wie man mit modischen Farben und Design auch im Alter Freude an Kleidung und Aussehen haben kann. So mancher Senior hat dabei seinen Tischnachbarn auf dem Laufsteg nicht mehr wiedererkannt und bewunderte die modische, pflegeleichte und seniorengerechte Kleidung. Der nächste Termin für die Frühjahrs- und Sommermode steht bereits fest.
Ein Sommerfest in mediterranem Flair erlebten bei strahlendem Sonnenschein die zahlreichen Gäste, Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums Hardtwald bei dem Tagesmotto „Reise durch Italien“.
„Es ist unglaublich, was unsere Mitarbeiter und Ehrenamtlichen geleistet haben“, lobt Heimleiter
Markus Bär das Engagement der Helferinnen und Helfer. Wer das Seniorenzentrum am 04.07.2009 besuchte, wurde schon am Eingang von einem Gondoliere in einer venezianischen Gondel mit einem italienischen Aperitif empfangen. Eine festliche Eröffnung fand das große Sommmerfest mit der Feier eines ökumenischen Gottesdienst, mit Herrn Pfarrer Kendel und Herrn Pfarrer Wiedemer. Nach dem Gottesdienst hatte das Küchenteam schmackhafte und originelle italienische Speisen vorbereitet, die liebevoll vor den Augen der Gäste angerichtet wurden. Zum Dessert wurden alle Gäste mit Eis aus einem original nachgebauten italienischen Eiswagen verköstigt und konnten an einem „echten“ Sandstrand aus verschiedenen Cocktail-Angeboten auswählen.
Was wäre Italien ohne Musik? Musikalisch umrahmt wurde das Fest von Herrn Lutz und Frau Jahraus, die die Bewohner mit Hilfe Ihrer Gitarren erfreuten und zum Mitsingen einluden. Die Seniorengymnastikgruppe unter Anleitung von Frau Zerull präsentierte ihren eigens einstudierten italienischen Sitztanz.
Herr Bär bedankte sich in seiner Festansprache herzlich für die Hilfe der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen ohne deren Tatkraft das Sommerfest nicht zu einem so großen Erfolg geworden wäre, das Motto für das nächste Sommerfest wollte er aber noch nicht verraten.
| Bilder vom Sommerfest 2009 >
| Bilder vom Sommerfest 2010 >
„Ich liebe Croissants zum Frühstück“, sagt eine Bewohnerin. „Ich bin eher für etwas Deftiges am Morgen. Da ist das Rührei genau das Richtige“, entgegnet ihr Sitznachbar.
Seit Mai bietet das AWO Seniorenzentrum Hardtwald seinen Bewohnerinnen und Bewohnern einmal im Monat
ein reichhaltiges Frühstücksbuffet an, das sehr gut angenommen wird. Neben den üblichen Frühstückscerealien können sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner an frischen Croissants, Brezeln, Rührei, Obst und weiteren kleinen Köstlichkeiten am Frühstücksbuffet nach Lust und Laune bedienen. Bei leiser Musik in gemütlicher Runde kann man den Kaffee so richtig genießen. „Das ist ja wie im Urlaub“, schwärmt eine Bewohnerin.
Wir freuen uns, dass das Frühstücksbuffet so viel Zuspruch findet und somit ein weiteres „sinnliches“ Highlight im AWO Seniorenzentrum darstellt.
Selbst wenn es noch den einen oder anderen regnerischen Tag geben sollte – im Seniorenzentrum Hardtwald ist der Frühling auf jeden Fall schon eingekehrt; nicht zuletzt seitdem unsere „Gartengruppe“ sich zum Blumenkübel bepflanzen getroffen hat. Bei Liedern wie
„Der Mai ist gekommen“ oder „Im Frühtau zu Berge…“ wurde die Pflanzarbeit gemeinsam in Angriff genommen, und so manche Erinnerung an die eigenen Gärten von früher wachgerufen. Die Namen der verschiedenen Blühpflanzen sind unseren Bewohnern bestens bekannt – so dass bei dem Gedächtnisspiel „Blumennamen von A-Z“ kein Buchsstabe ohne Zuordnung blieb! Ob Wandelröschen, Tagetes (die bei unseren Bewohnern den Namen „Stinkerlen“ haben) oder Fuchsien – alle haben ihre neue Heimat auf dem Vorplatz des Pflegeheimes gefunden und verschönern damit nicht nur unseren Bewohnern den täglichen Aufenthalt auf den Bänken unserer Pergola.
Gerade bei diesen kreativen Aktionen werden sehr viele Sinne angesprochen. Über das Sehen der Pflanzen, das Riechen der Blumen,das Hören der Lieder bis hin zum Fühlen beim Einpflanzen können die Wahrnehmungsorgane „sinnvoll“ eingesetzt und geschult werden.
„Wo man singt, da lass Dich nieder… “, begrüßte der Heimleiter Markus Bär die musikbegeisterten Senioren bei Kaffee und Kuchen. Alle warteten gespannt welchen Titel die Bewohnerinnen und Bewohner als ihren Lieblingshit aus den 50er und 60er Jahren gewählt haben. Im Vorfeld konnten die Seniorinnen und Senioren aus 25 Titeln der Volkslieder- und Schlagerwelt ihre Top 10 wählen. Von Hans Albers „La Paloma“ über Schillers`“Freude schöner Götterfunke“ bis hin zu Cornelia Froebes „Pack die Badehose ein“ waren die Stars und
Sternchen vergangener Jahrzehnte vertreten. Wem dies nicht ausreichte konnte noch eigene Wunschtitel der Wahlliste hinzufügen.
Moderiert wurde die Hitparade von Frau Jatta und Frau Suska vom Sozialen Dienst, die mit
interessanten Hintergrundinformationen und Anekdoten über Lied und Sänger durchs Programmm führten. Oder hätten Sie gewusst wie der Liedtitel „Lili Marleen“ entstand ? Begleitet am Klavier wurd das sangesfreudige Publikum durch Herrn Hoffmann, welcher seit Jahren das Ehrenamtteam des Hauses bei der Gestaltung des monatlichen „Musikkaffees“ unterstützt.
Um den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, alle Strophen der zehn Lieder mitzusingen wurden die Liedertexte der Klassiker auf eine Großbildschirmleinwand projiziert.
Nach etwa einer Stunde war es dann soweit: Alle Besucher warteten sehr gespannt auf Platz 1 der gewählten Lieder. Während Marlene Dietrich mit „Lili Marleen“ knapp am ersten Platz scheiterte, kam Zarah Leander mit ihrem Welthit „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn“ auf den obersten Rang der Beliebtheitsskala der von den Seniorinnen und Senioren auserkorenen Lieder. Manche Erinnerungen an vergangene Tage wurde dabei wieder wach. Die Begeisterung bei den Bewohnern war groß und es wurde noch am Abend von dem schönen unterhaltsamen Nachmittag geschwärmt.
Natürlich möchten wir Ihnen die Auflösung der möglichen Entstehungsgeschichte von „Lilli Marleen“ an dieser Stelle nicht vorenthalten: Der Dichter und Schriftsteller Hans Leip war verliebt in Lilly Freud (1888–1970), Tochter von Sigmund Freuds Schwester Marie. Hans Leip selbst gab später zu, Lilly Freud gekannt zu haben. Die Schauspielerin verließ ihn jedoch und heiratete 1917 den Schauspieler und Theaterleiter Arnold Marlé. Leip schrieb daraufhin das Lied, aus „Lilly Marlé“ wurde „Lili Marleen“. Lilly Freud-Marlé selbst erklärte stets, die „Lili Marleen“ aus dem Lied zu sein, in der Familie wird die Geschichte immer noch erzählt. Stimmt die Geschichte, wäre sie voller Ironie: Die deutschen Wehrmachtssoldaten sangen ein Lied über ein jüdisches Mädchen.
Passend zu unserem Jahresmotto „Wir leben Pflege… mit allen Sinnen“ wurden bei unserem ersten Tanzcafé die Sinne „Hören und Fühlen“ besonders angesprochen.
„Darf ich bitten?“ - lautete dabei die alles entscheidende Frage. Dank der musikalischen Begleitung von Herrn Diesing wurden die Schlager der „guten alten Zeit“ wieder zum Leben erweckt.
Es wurde viel gesungen und gelacht und natürlich - wie es bei einem Tanzkaffee üblich ist - auch getanzt.
Spätestens bei der Walzermusik hielten es die Seniorinnnen und Senioren nicht mehr auf ihren Stühlen und ließen das Tanzbein schwingen.
Denn egal in welchen Alter: Tanzen macht Spaß, ist gesund, bringt neue Kontakte und Lebensfreude.
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